Über den Humanismus

◆ 'Aber das Wesen des Handelns ist das Vollbringen.' (5)
   Vollbringen heißt: etwas in die Fülle seines Wesens entfalten, in diese herbvorgeleiten, 

◆ 'producere' (5)
   Vollbring-bar ist deshalb eigentlich nur das, was schon ist. Was jedoch vor allem  <>, ist das Sein. Das Denken vollbringt 

◆ 'den Bezug' (5)
   des Seins zum Wesen des Menschen. Es macht und bewirkt diesen Bezug nicht. Das      Denken bringt ihn nur als das, was ihm selbst vom Sein übergeben ist, 

◆ 'dem Sein dar' (5)
   Diese Darbieten besteht darin, daß im Denken das Sein zur Sprache kommt.

◆ 'Die Sprache ist das Haus des Seins.' (5)
    In ihrer Behausung wohnt der Mensch.

◆ 'Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung.' (5)
    Ihr Wachen ist das Vollbringen der Offenbarkeit des Seinsm insofern sie diese durch ihr Sagen zur Sprache bringen und in der Sprache aufbewahrin. Das Denken wird  nicht erst dadurch zur Aktion, daß von ihm eine Wirkung ausgeht oder daß es angewendet wird. Das Denken handelt, indem es denkt. Dieses Handeln ist vermutlich das Einfachste und zugleich Höchste, weil es den Bezug des Seins zum Menschen  angeht. Alles Wirken aber beruht im Sein und geht auf das Seiende aus. Das Denken dagegen läßt sich vom Sein in den Anspruch nehmen, um die Wahrheit des Seind zu  sagen. Das Denken vollbring dieses Lassen.

◆ 'Denken ist l'engagement par l'Etre pour l'Etre.' (5)
    Ich weiß nicht, ob es sprachlich möglich ist, dieses beides (<> et <>)  in einem zu sagen, nämlich durch: penser, c'est l'engagement de l'Etre. Hier soll die  Form des Genitiv <> ausdrüchen, daß der Genitiv zugleich ist gen   subiectivus und obiectivus. Dabei sind <> und <> ungenmäße  Title der Metaphysik, die sich in der Gestalt der abendländischen <> und <> frühzeitig der Interpretation der Sprache bemächtigt hat. Was sich in  diesem Vorgang verbirgt, vermögen wir heute nur erst zu ahnen. Dis Befriung der Sprache aus der Grammatik in ein ursprünglicheres Wesensgefüge ist dem Denken und Dichten aufbehalten.

◆ Das Denken ist nicht nur l'engagement dans l'action für und durch das Seiende im Sinne des Wirklichen der gegenwärtigen Situation. Das Denken ist l'engagement durch  und für die Wahrheit des Seins. (5)
   Dessen Geschichte ist nie vergangen, sie steht immer bevor.

◆ ‘Die Geschichte des Seins trägt und bestimmt jede condition et situation humaine.' (5)
   Damit wir erst lernen, das genannte Wesen des Denkens rein zu erfahren und das heißt zugleich zu bollziehen, müssen wir uns frei machen von

◆ 'der technischen Interpretation des Denkens.' (6)
   Deren Anfänge reichen bis zu Plato und Aristoteles zurück. Das Denken selbst gilt dort als eine ????, das Vergahren des Überlegens im Dienste des Tuns und Machens. Das Überlegens im Dienste des Tuns und Machens. Das Überlegen aber wird hier schon aus dem Hinblick auf ??????  und ?????? gesehen. Deshalb ist das Denken, wenn es für sich genommen wirdm nicht <> Die Kennzeichnung des  Denkens als ?????? und die Bestimmung des Erkenners als des <> Verhaltens geschieht schon innerhalb der <> Verhaltens geschieht schon  innerhalb der <> Auslegung des Denkens. Sie ist ein reaktiver Versuch, auch das Denken noch in eine Eigenstäandigkeit gegenüber dem Handeln und Tun zu retten. Seitdem ist die <> in der ständigen Notlage, vor den <> ihre Existenz zu rechtfertigen. Sie meint, dies geschehe am sichersten dadurch, daß sie sich selbst zum Range einer Wissenschaft erhebt. Dieses  Bemühen aber ist die Preisgabe des Wesens des Denkens. Die Philsophie wird von der Furcht gejagt, an Ansehen und Geltung zu verlieren, wenn sie nicht Wissenschaft sei.  Dies gilt als ein Mangel, der mit Unwissenschaftlichkeit gleichgesetzt wird.


Das Sein als das Element des Denkens ist in der technischen Auslegung des Denkens preisgegeben. Die ist die seit der Sophistik ind Plato beginnende Sanktion dieser Auslegung. Man beurteilt das Denken nach einem ihm unangemessenen Maß. Diese Beurteilung gleicht dem Verfahren, das versucht, das Wesen und Vermögen des Fisches danach abzuschätzen, wieweit er imstande ist, auf dem Trockenen des Landes zu leben. Schon lange, allzu lang sitzt das Denken auf dem Trochenen. Kann man nun das Bemühen, das Denken wieder in sein Element zu bringen, nennen? (6)
    Diese Fragen Ihres Briefes ließe sich wohl im unmittelbaren Gespräch eher klären. Im      Schriftlichen büßt das Denken leicht seine Beweglichkeit ein. Vor allem aber kann es  da nur schwer die ihm eigene Mehrdimensionalität seines Bereiches innehalten. Die Strenge des Denken besteht im Unterschied zu den Wissenschaften nicht bloß in der künstlichen, das heißt technisch-theoretischen Exaktheit der Begriffe. Sie beruht darin, daß das Sagen rein im Element des Seins bleibt und das Einfache seiner mannigfaltigen Demensionen walten läßt. Aber das Schriftliche bietet andererseits den  heilsamen Zwang zur bedachtsamaen sprachlichen Fassun. Für heute möchte ich nur eine Ihrer Fragen heraurgreifen. Deren Erörterung wirft vielleicht auch auf die anderen ein Licht.
    Sie fragen: Comment redonner un sens au mot ? Diese Frage mich, ob das nötig ist. Oder ist das Unheil, das alle Titel dieser Art anrichten, noch nicht   offenkundig genug? Man mißtraut zwar schon lange den <-ismen>. Aber der Markt des öffentlichen Meinens verlangt stets neue. Man ist immer wieder bereit, diesen Bedarf zu decken. Auch die Namen wie kommen erst  auf, sobald das ursprüngliche Denken zu ende geht. Die Griechen haben in hirer  großen Zeit ohne solche Titel gedacht. Nicht einmal nannten sie das Denken. Dieses geht zu Ende, wenn es aus seinem Element weicht.

◆ 'Das Element ist das, aus dem her das Denken vermag, ein Denken zu sein.' (7)
    Das Element ist das eigentlich Vermögende: das Vermögen. Es nimmt sich des  Denkens an und bringt es so in dessen Wesen.

◆ 'Das Denken, schlicht gesagt, ist das Denken des Seins.' (7)
    Der Genitiv sagt ein Zwieaches. Das Denken ist des Seind, indofern das Denken, vom Sein ereignet, dem Sein gehört. Das Denken ist zugleich Denken des Seins, insofern das Denkenm dem Sein gehörend, auf das Sein hört.

◆ 
Als das hörend dem Sein gehörende ist das Denken, was es nach seiner Wesensherkunft ist. (7)
    Das Denker ist - dies sagt: das sein hat sich je geschicklich seines Wesens angenommen. Sich einer oder einer in ihrem Wesen annehnen, das heißt: sie lieben: sie mögen. Dieses Mögen bedeutet, ursprünglicher gedacht:


das Wesen schenken. Solches Mögen ist das eigentliche Wesen des Vermögens, das nicht nur dieses oder jenes leisten, sondern etwas in seiner Her-kunft , das heißt sein lassen kann. (7)
    Das Vermögen des Mögens ist es, dessen etwas eigentlich zu sein vermay. Dieses Vermögen ist das eigentlich , jenes, dessen Wesen im Mögen beruht. Aus diesem Mögen vermag das Sein das Denken. Jenes ermöglicht dieses.

◆ 'Das Sein als das Vermögend-Mögende ist das . (7)
    Das sein als das Element ist die des mögenden Vermögens, das heißt  des Möglichen. Unsere Wörter und werden freilich unter der Herrschaft der und <metaphysik>nur gedacht im Unterschied zu  , das heißt aus einer bestimmten - der metaphysischen - Interpretation  des Seins als 

◆ 'actus und potentia' (8)
   welche Unterscheidung identifiziert wird mit der von


existentia und essentia. Wenn ich von der spreche, meine ich nicht das possibile einer nur vorgestellten possibilitas, nicht die potentia als essentia eines actus der existentia, sondern das Sein selbst, das mögend über das Denken und so über das Wesen des Menschen und das heißt über dessen Bezug zum Sein vermag. (8)
    Etwas vermögen bedeutet hier: es in seinem Wesen wahren, in seinem Element  einbehalten. 
    wenn das Denken zu Ende geht, indem es aus seinem Slement weicht, ersetzt es  diesen Verlust dadurch, daß es sich als ?????, als Kulturbetrieb eine Geltung verschafft. Die philosophie wird 

◆ 'allgemach' (8)
    zu einer Technik des Erklärens aus obersten Ursachen.


Man denkt nicht mehr,sondern man beschäftigt sich mit . Im Wettbewerb solcher Beschäftigungen bieten sich diese dann öffentlich als ein ... ismus an und versuchen, sich zu überbieten. Die Herrschaft solcher Titel ist nicht zufällig. Sie beruht, und das vor allem in der Neuzeit, auf der eigentümlichen Diktatur der Öffentlichkeit. Die sogenannte ist jedoch nicht schon das wesenhafte, nämlich freie Menschsein. Sie versteift sich lediglich zu einer Verneinung des Öffentlichen. Sie bleibt der von ihm abhängige Ableger und nährt sich vom bloßen Rückzug aus dem Öffentlichen. Sie bezeugt so wider den eigenen Willen die Verknechtung an die Öffentlichkeit. Diese selbst ist aber die metaphysisch bedingte, weil aus der Herrschaft der Subjektivität stammende Einrichtung und Ermächtigung der Offenheit des Seienden in die unbedingte Vergegenständlichung von allem. Darum gerät die Sprache in den Dienst des Vermittelns der Verkehrswege, auf denen sich die Vergegenständlichung als die gleichförmige Zugänglichkeit von Allem für Alle unter Mißachtung jeder Grenze ausbreitet. So kommt die Sprache unter die Diktatur der Öffentlichkeit. Diese entscheidet im voraus, was verständlich ist und was als unverständlich verworfen werden muß. (8)
    Was in (1927), ?? 27 und 35 über das gesagt ist, soll keineswegs nur einen beiläufigen Beitrag zur Soziologie liefern Gleichwenig meint das nur das sthischexistentiell verstandene Gegenbild zum Selbstsein der Person.  Das Gesagte enthält vielmehr den aus der Frage nach Wahrheit des Seins gedachten Hinweis auf

◆ 'die anfängliche Zugehörigkeit des Wortes zum Sein.' (9)
    Dieses Verhältnis bleibt unter der Herrschaft der Subjektivität, die sich als die Öffentlichkeit darstellt, verborgen. Wenn jedoch die Wahrheit des Seis sem Denken denk-würdig geworden ist, muß auch die Besinnung auf das Wesen der Sprache einenanderen Rang erlangen. Sis kann nicht mehr bloße Sprache einen anderen Rang erlangen. Sie kann nicht mehr bloße Sprachphilosophie sein. Nur darum enthält (? 34) einen Hinweis auf die Wesensdimension der Sprache und rührt an die einfache Frage, in welcher Weise des Seins denn die Sprache als Sprache jeweils ist. 


Die überall und rasch fortwuchernde Verödung der Sprache zehrt nicht nur an der ästhetischen und moralischen Verantwortung in allem Sprachgebrauch. Sie kommt aus einer Gefährdung des Wesens des Menschen. 
    Ein bloß gepflegter Sprachgebrauch beweist noch nicht, daß wir dieser Wesengefahr   schon entgangen sind. Er könnte heute sogar eher dahür sprechen, daß wir die Gefahr  noch gar nicht sehen und nicht sehen können, weil wir uns

◆ 'ihrem Blick' (9)
    noch nie gestellt haben.


Der neuerdings viel und reichlich spät beredete Sprachverfall ist jedoch nicht der Grund, sondern bereits eine Folge des Vorgangs, daß die Sprache unter der Herrschaft der neuzeitlichen Metaphysik der Subjektivität fast unaufhaltsam aus ihrem Element herausfällt. Die Sprache verweigert uns noch ihr Wesen: daß sie das Haus der Wahrheit des Seins ist. Die Sprache überläßt sich vielmehr unserem bloßen Wollen und Betreiben als ein Instrument der Herrschaft über das Seiende. Dieses selbst erscheint als das Wirkliche im Gewirk von Ursache und Wirkung. (9) 
    Dem Seinden als dem Wirklichen begegnen wir rechnend-handelndn, aber auch  wissenschaftlich und philosoohierend mit Erklärungen und Begründungen. Zu diesen gehört auch die Versicherung, etwas sei unerklärlich. Mit solchen Aussagen meinen  wir vor dem Geheimnis zu stehen. Als ob es denn so ausgemacht sei, daß die Wahrheit des Seins sich überhaupt auf Ursachen und Erklärungsgründe oderm was das Selbe ist, auf deren Unfaßlichkeit stellen lasse.


Soll aber der Mensch noch einmal in die Nähe des Seins finden, dann muß er zuvor lernen, im Namenlosen zu existieren. (9) 
    Er muß in gleicher Weise sowohl die Verführung durch die Öffentlichkeit als auch die      Ohnmacht des Privaten erkennen.


Der Mensch muß, bevor er spricht, erst vom Sein sich wieder ansprechen lassen auf die Gefahr, daß er unter diesem Anspruch wenig oder selten etwas zu sagen hat. Nur so wird dem Wort die Kostbarkeit seines Wesens, dem Menschen aber die Behausung für das Wohnen in der Wahrheit des Seins wiedergeschenkt. (10)
    Liegt nun aber nicht in diesem Anspruch an den Menschen, liegt nicht in dem Versuch, den Menschen für diesen Anspruch bereit zu machen, eine Bemühung um den Menschen? Wohin anders geht als in die Richtung, den Menschen wieder in sein Wesen zurückzubringen? Was bedeutet dies anderes, als daß der  Mensch (homo) menschlich (humanus) werde? So bleibt doch die Humanitas das Anliegen eines solchen Denkens; denn das ist Humanismus: Sinnen und Sorgen, daß   der Mensch menschlich sei und nicht un-menschlich, , das heißt, außerhalb seines Wesens. Doch worin besteht die Menschlichkeit des Menschen? Sie ruht in seinem Wesen.
    Aber woher, und wie bestimmt sich das Wesen des Menschen? Marx fordert, daß der   erkannt und anerkannt werde. Er findet diesen in der . Der Mensch ist ihm der Mensch. In der wird die des Menschn, das hießt das Ganze der (Nahrung, Kleidung, Fortpflanzung, wirtschaftliches Auskommen) gleichmäßig gesichert. Der Christ sieht die Menschlichkeit des Menschen, die Humanitas des homo, aus der Abgrenzung gegen die Deitas. Er ist heilsgeschichtlich Mensch als , theoretisch-platonisch gedacht, nur ein  vorübergehender Durchgang zum Jenseits bleibt.
    Ausdrücklich unter ihrem Namen wird die Humanitas zum ersten Mal bedacht und erstrebt in der Zeit der römische virrus erhöht und veredelt durch die   der von den Spätgriechentums, deren Bildung in den  Philosophenschulen gelehrt wurde. Sie betrifft die eruditio et institutio in bonas artes.  Die so verstandene ??????? wird durch übersetzt. Die eigentliche romanitas des homo romanus besteht solcher humanitas. In Rom begenen wir dem ersten Humanismus. Er bleibt daher im Wesen eine spezifisch römische Erscheinung, die aus der Begegnung des Römertums mit der Bildung des 14. und 15. Jahrhunderts in Italienist eine renascentia romanitatis. Weil es auf die romanitas ankommt, geht es um die humanitas und deshalb um die griechische ??????. Das Griechentum wird aber stets in seiner späten Gestalt und diese selbst römisch gesehen. Auch der homo romanus der Renaissance steht in einem Gegensatz zum homo barbarus. Aber das In-humane ist jetzt die vermeintliche Barbarei der gotichen Scholastik des Mittelalters.


Zum historisch verstandenen Humanismus gehört deshalb stets ein studium humanitatis, das in einer bestimmten Weise auf das Altertum zurückgreift und so jeweils auch zu einer Wiederbelebung des Griechentums wird. Das zeigt sich im Humanismus des 18. Jahrhunderts bei uns, der durch Winckelmann, Goethe und Schiller getragen ist. Hölderlin dagegen gehört nicht in den und zwar deshalb, weil er das Geschick des Wesens des Menschen anfänglicher denkt, als dieser es vermag. (11)
   
◆ 'diese Arten des Humanismus' (11)
    
◆ 
sie kommen doch darin überein, daß die humanitas des homo humanus aus dem Hinblick auf eine schon feststehende Auslegung der Natur, der Geschichte, der Welt, des Weltgrundes, das heißt des Seienden im ganzen bestimmt wird. (11)


Jede Bestimmung des Wesens des Menschen, die schon die Auslegung des Seienden ohne die Frage nach der Wahrheit des Seins voraussetzt, sei es mit Wissen, sei es ohne Wissen, ist metaphysisch. (12)


Diese Wesensbestimmung des Menschen ist nicht falsch. Aber sie ist durch die Metaphysik bedingt. (12)


überall und jedesmal gründet das Wesen der Vernunft darin, daß für jedes Vernehmen des Seienden in seinem Sein das Sein selbst schon gelichtet ist und in seiner Wahrheit sich ereignet. (13)


Die Metaphysik denkt den Menschen von der nimalitas her und denkt nicht zu seiner humanitas hin. (13)

◆ 'Das Stehen in der Lichtung des Seins nenne ich die Ek-sistenz des Menschen.' (13)

◆ Der Leib des Menschen ist etwas wesentlich anderes als ein tierischer.

◆ Daß die Physiologie und die physiologische Chemie den Menschen als Organismus naturwissenschaftlich untersuchen kann, ist kein Beweis dafür, daß in diesem , das heißt in dem wissenschaftlich erklärten Leib, das Wesen des  Menschen beruht. Dies gilt so wenig wie die Meinung, in der Atomenergie sei das Wesen der Natur beschlossen.

◆ Vielmehr sagt der Satz: der Mensch west so, daß er das , das heißt die Lichtung des Seins, ist. Dieses des Da, und nur dieses, hat den Grundzug der  Ek-sistenz, das heißt des ekstatischen Innestehens in der Wahrheit des Seins.

◆ 'Nietzsche erfaßt die existentia als die ewige Wiederkehr des Gleichen.' (15

◆ Die Sprache ist in ihrem Wesen nicht Äußerung eines Organismus, auch nicht  Ausdruck eines Lebewesens. Sie läßt sich daher auch nie vom Zeichencharakter her, vielleicht nicht einmal aus dem Bedeutungs-charakter wesensgerecht denken, Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst.

◆ der Kehre von zu . Dises Kehre ist nicht eine  Änderung des Standpunktes von , sondern in ihr gelangt das versuchte  Senken erst in die Prtschaft der Dimension, aus der erfahren ist und etwas erfaheren aus der Grunderfahrung der Seinsvergessenheit.

◆ Aber die Umkehrung eines metaphysischen Satzes belibt ein metaphysischer Satz.

◆ Freilich beruht die Wesenshoheit des Menschen nicht darin, daß er die Substanz des  Seienden als dessen ist, um als der Machthaber des Seins das seiendsein  des Seienden in der allzulaut gerühmten zergehen zu lassen.

◆ Für den Menschen aber bleibt die Frage, ob er das Schickliche seines Wesens findet,  das diesem Geschick entspricht; denn diesem gemäß hat er als der Ek-sisteerende die Wahrheit des Seins zu hüten. Der Mensch ist der Hirt des Seins.

◆ Das - das ist nicht Gott und nicht ein Weltgrund. Das Sein ist weiter denn       alles Seinde und ist gleichwohl dem Menschen näher als jedes Seiende, sei dies ein  Fels, ein Tier, ein Kunstwerk, eine Maschine, sei es ein Engel oder Gott. Das Sein ist  das Nächste. Doch die Nähe bleibt dem Menschen am weitesten. Der Mensch hält sich zrnächst immer schon und nur an das Seiende. Wenn aber das Denken das Seiende als  das Seiende voustellt, bezieht es sich zwar auf das Sein.

◆ 
Das Sein selber ist das Verhältnis, insofern Es die Ek-sistenz in ihrem existenzialen, das heißt ekstatischen Wesen an sich hält und zu sich versammelt als die Ortschaft der Wahrheit des Seins inmitten des Seienden. (20)

◆ Das Einzige, was das Denken, das sich in zum ersten Malauszusprechen versucht, erlangen möchte, ist etwas Einfaches. Als dieses Waltens. Dises Nähe west  als die Sprache selbst. Allein die Sprache ist nicht bloß Sprache, insofern wir diese, wenn sd hochkommt, als die Einheit von Lautgesalt (Schriftbild), Melodie und  Rhythmus und Bedeutung (Sinn) vorstellen. Wir denken Lautgestalt und Schriftbild als  den Wortleib, Melodie und Rhythmus als die Seele und das Bedetungsmäßige als den Geist der Sprache. Wir denken die Sprache gewöhnlich aus der Entsprechung zum Wesen des Menschen, insofern dieses als animal rationale, das heißt als die Einheit von Leib-SeeleGeist vorgestellt wird. Doch wie in der Humanitas des homo animalis  die Ek-sistenz und durch diese der Bezug der Wahrheit des Seins zum Menschen  verhüllt bleibt, so verdeckt die metaphysisch-animalische Auslegung der Sprache deren seinsgerschichtliches Wesen. Diesem gemäß ist die Sprache das vom Sein ereignete  und aus ihm durchfühte Haus des Seins. Daher gilt es, das Wesen der Sprache aus  der Entsprechung zum Sein und zwar als diese Entsprechung, das ist als Behausung des Menschenwesens zu denken. (21)

◆ Der Mensch aber ist nicht nur ein Lebewesen, das neben anderen Fähigkeiten auch die  Sprache besitzt. Vielmehr ist die Sprache das Haus des Seins, darin wohnend der   Mensch ek-sistiert, indem er der Wahrheit des Seins, sie hütend, gehört.

◆ Überdies aber ist der Entwurf wesenhaft ein geworgener. Das Werfende im Entwerfen  ist nicht der Mensch, sondern das Sein selbst, das den Menschen in die Ek-sistenz des Da-seins als sein Wesen schickt.

◆ Das Heilige aber, das nur erst der Wesensraum der Gottheit ist, die selbst wiederum  nur die Dimension für die Götter und den Gott gewährt, kommt dann allein ins  Scheinen, wenn zuvor und in langer Vorbereitung das Sein selbst sich gelichtet hat  und in seiner Wahrheit erfaren ist. Nur so beginnt aus dem Sein die Überwindung der  Hermatlosigkeit, in der nicht nur die Menschen, sondern das Wesen des Menschen  umherirren.

◆ Die Heimatlosigkeit wird ein Weltschicksal. Darum ist es nötig, dieses Geschick seinsgeschichtlich zu denken. Was Marx in einem wesentlichen und bedeutenden Sinne von Hegel her als dis Entfremdung des Menschen erkannt hat, reicht mit seinen Wurzeln in die Heimatlosigkeit des neuzeitlichen Menschen zurück. Diese wird und   zwar aus dem Geschick des Seins in der Gestalt der Metaphysik hervorgerufen, durch sie verfestigt und zugleich von ihr als Heimatlosigkeit verdeckt. Weil Marx,  indem er die Entfremdung erfährt, in eine wesentliche Dimension der Geschichte der übrigen Historie überlegen. Weil aber weder Husserl, noch, soweit ich bisher sehe, Sartre die Wesentlichkeit des Geschichtlichen im Sein erkennen, deshalb kommt weder die Phänomenologie, noch der Existentialismus in diejenige Dimension, innerhalb deren    erst ein produktives Gespräch mit dem Marxismus möglich wird.

◆ Das Wesen des Materialismus besteht nicht in der Behauptung, alles sei nur Stoft,  viemehr in einer metaphysischen Bestimmung, der gemäß alles Seiende als das  Material der Arbeit erscheint.

◆ Angesichts der wesenhaften Heimatlosigkeit des Menschen zeigt sich dem  seinsgeschichtlichen Denken das künftige Geschick des Menschen darin, daß er in die Wahrheit des Seins findet und sich zu diesem Finden auf den Weg macht. Jeder  Nationalismus ist metaphysisch ein Anthrpologismus und als solcher Subjektivismus. Der Nationalismus wird durch den bloßen Internationalismus nicht überwunden ,  sondern nur erweitert und zum System erhoben. Der Nationalismus wird dadurch so wenig zur Humanitas gebracht und aufgehoben, wie der dadurch so wenig zur  Humanitas gebracht und aufgehoben, wie der Individualismus durch den geschichtslosen Kollektivismus. Dieser ist die Subjektivität des Menschen in der Totalität. Er vollzieht ihre unbedingte Selbstbehauptung. Diese läßt sich nicht   rückgängig machen. Sie läßt sich durch ein halbseitig vermittelndes Denken nicht  einmal zureichend erfahren. Überall kreist der Mensch, ausgestoßen aus der Wahrheit  des Seins, um sich selbst als das animal rationale.

◆ Der Mensch ist in seinem seinsgeschichtlichen Wesen das Seiende, dessen Sein als   Ek-sistenz darin besteht, daß es in der Nähe des Seins wohnt. Der Mensch ist der  Nachbar des Seins.

◆ Alles Werten ist, auch wo es positiv wertet, eine Subjektivierung. Es läßt das Seiende nicht: sein, sondern das Werten läßt das Seiende lediglich als das Objekt seines Tuns - gelten. Die absonderliche Bemühung, die Objektivität der Werte zu beweisen, weiß  nicht, was sie tut.

◆ Gegen die Werte denken

◆ bedeutet : gegeb die Subjektivierung des Seienden zum boßen Objekt die Lechtung der  Wahrheit des Seins vor das Denken bringen.

◆ bedeutet in jener Bestimmung überhaupt nicht ein Seiendes und keinen Bereich von Seiendem, sondern die Offenheit des Seins.

◆ Der Mensch ist nie zunächst diesseits der Welt Mensch als ein , sei dies als oder als gemeint. Er ist auch nie erst und nur Subjekt, das sich zwar  immer zugleich auch Objekte bezieht, sodaß sein Wesen in der Subjekt-Objekt-Beziehung läge. Vielmehr ist der Mensch zuvor in seinem Wesen ek-sistent in die Offenheit des Seins, welches Offene erst das lichtet, innerhalb dessen eine vom Subjekt zum Objekt kann.

◆ die Näche des Nächsten

◆ Das Denken baut am Haus des Seins.

◆ In welcher Beziehung steht nun aber das Denken des Seins zum theoretischen und praktischen Verhalten? Es übertrifft alles Betrachten, weil es sich um das Licht sorgt, in dem erst ein Sehen als Theoria sich aufhalten und bewegen kann. Das Denken achtet auf die Lichtung des Seins, indem es sein Sagen vom Sein in die Sprache als der Behausung der Eksistenz einlegt. So ist das Denken sie Tun. Aber ein Tun, das zugleich alle Praxis übertrifft. Das Denken durchragt das Handeln und Herstellen nicht  durch die Größe eines Leistens und nicht durch die Folgen eines Wirkens, sondern durch das Geringe seines erfolglosen Vollbringens.

◆ Wir messen das Tun an den eindruchsvollen und erfolgreichen Leistungen der Praxis. Aber das Tun des Denken ist weder theoretisch noch praktisch, noch ist es die Verkoppelung beider Verhaltungsweisen.

◆ Aristoteles.

◆ das Dichten wahrer sei als das Erkunden von Seiendem.

◆ Diese bleibende und in ihrem Bleiben auf den Menschen wartende Ankunft des Seins je und je zur Sprache zu bringen, ist die sinzige Sache des Denkens.
</metaphysik>